Hey!
Nach einer fast 2monatigen Wartezeit ist mitte letzter woche meine Mama zu einem 2,5woechigen besuch gekommen. Da hab ich gleich mal meinen ersten Ferientag des Jahres genommen und sie vom Flughafen abgeholt und zu meinen Grosseltern kutschiert. Das darrauf folgende Wochenende war sehr entspannt, mit Strandbesuchen, wichtigen und wenigerwichtigen Gespraechen, Fernesehn und einer weiteren Fahrt zum Flughafen, weil Oma und Opa fuer eine Woche Alona in Deutschland besuchen Fahren; verkehrte Welt in Gedera.
Auch ich habe mich schliesslich wieder nach Kiryat Gat zur Arbeit begeben. Brote ausfahren wie immer. Einfach ein Genuss: Aufstehen, Kurze Hose, T-Shirt, Sonnenbrille, ein klappriger aber vollgetankter Kleinwagen, 4 Kisten Brot und die geilste Radiostation ever. Morgends ist es auch noch nicht allzu warm, so dass man die Klimaanlage nicht voll aufdrehen muss, oder auch mal mit offenem Fenster fahren kann. Die Sonne scheint wie immer und die Landschaft ist einfach wunderschoen. Von den Felder um Sderot und dem Ausblick auf den Gazastreifen ueber die Orangen und Wollplantagen um Kiryat Gat, bis zu den Huegeln und Bergen um Beit Schemesch, einfach ein Genuss.
Die Arbeit im Kinderheim ist hingegen meist weniger aufregend. Fegen, Einkaufen fahren, Klobrille mitnehmen, Tuerklinke anschrauben, Bilder aufhaegen, Fliessen mit Gips als Kleber und Fugenfueller legen. Eine Palme beschneiden, oder auch eine Hecke, eine Gluehbirne wechseln oder den Filter einer Klimaanlage putzen. Da ist man doch echt lieber im Auto unterwegs.
Die Arbeit mit den Kindern wird immer spassiger und intensiver. Ich fuehle mich schon seit laengerem nicht mehr als Besucher in meiner Gruppe und auch mit den Kinderen habe ich immer engeren Kontakt. Mit dem einen baue ich eine Huette (pseudo ;) ), der andere will, dass ich ihm beim duschen helfe (6 Jahre alt), der andere spielt gerne mit mir Fussball oder Tischtennis waehernd ein anderer mit mir schubkarre spielen will oder seinen Handstand trainieren. Mit den Maedels habe ich eher weniger kontakt, zum einen, weil sie ihre eigenen Schlafraeme im unteren Stockwerk haben und die Jungs aus der Gruppe dort nicht hin duerfen, ich also auch eher selten unten rum spaziere (ausser zum schrankausraeumen oder fuer eine Lauskur), zum anderen haben sie auch so ein Alter (11-14) in dem Maedels sich mit aelteren Jungs eher schwer tun ;). Eine Ausnahme ist vielleicht die Kleinste (5,5) die ich taeglich vom Kindergarten abhole und die sich doch freut wenn ich komme :D.
Auch mit meinen Hauseltern und meiner isr. Volontaerin komm ich ausgezeichnet klar und das ist zum Teil noch wichtiger als die beziehung zu den Kindern... Ich darf auch zu allen Meetings mit und werde auch nach meiner Meinung gefragt, weil es doch Kinder gibt, die sich den Volos eher oeffnen als den Betreuuern, weil sie Sprachschwierigkeiten haben oder sonst was. Laeuft einfach klasse!
So langsam faengt auch in Israel der Herbst/Winter an. Abends muss man doch mal nen Pulli anziehen, alle 2 Tage ist es mal ein paar Stunden bewoelkt. Heute hats den ganzen Vormittag lang geregnet.. der Winter kommt
Meine Sprachqualitaeten wachsen, was zum einen an meinem selbstgefuehrten Vokabelheft, gefuellt mit irgendwelchen Vokabel die ich grade brauche und die mir so einfallen oder die ich in den Nachricht hoere und zum anderen daran, dass ich das bloede Arbeitsbuch in dem ich bisher gearbeitet habe vernichtet habe und angefangen habe das erste selbstgekaufte, wirklich aus dem Buchladen fuer normale Menschen, Buch auf Hebraeisch lese. Legend .. dary!
Soweit mal ein kleiner Beitrag von mir und hoffentlich nicht der letzte Eintrag (-.-) , liebe Gruesse an alle treuen leser/innen,
Jan
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lieber jan, ich hoffe dein verhltnis zu deiner israelischen volontärin bleibt weiterhin so schön! wir alle drücken dir die daumen :D
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